London
Wappen London
Basisdaten
Landesteil: England
Koordinaten: 51° 31′ N, 0° 7′ W51.50939-0.11832Koordinaten: 51° 31′ N, 0° 7′ W
Höhe: 15 m ASL
Fläche: 1.572 km² (Stadt)
Zeitzone: UTC+0
Einwohner: 7.825.200 (Stadt, Juli 2010)
9.294.800 (Travel to Work Area, 2005)
13.945.000 (Metropolitan Area,
d. h. mit angrenzenden Counties, 2001)
Bevölkerungsdichte: 4.758 Einwohner/km² (Stadt)
Vorwahl: 020
Postleitzahlenabschnitt: E, EC, N, NW, SE, SW, W, WC,
TW (Heathrow)
Stadtgliederung: City of London
und 32 Boroughs
Website: www.london.gov.uk
Politik
Bürgermeister Boris Johnson
Partei Conservative Party
London (englische Aussprache [ˈlʌndən]) ist die Hauptstadt Englands und des Vereinigten Königreiches. Die Stadt liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London (Groß-London). In dem Verwaltungsgebiet Greater London leben 7.825.200 Menschen (2010), davon 2.972.900 in den 13 Stadtbezirken von Inner London. London ist damit die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. Die Agglomeration hat 8.278.251 Einwohner (2001). In der Metropolitan Area lebten im Jahre 2001 etwa 14 Millionen Menschen.
London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt (Weltstadt). In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Das Stadtgebiet von Greater London, das in Inner und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in insgesamt 33 Stadtbezirke („London boroughs“), darunter die City of London und die City of Westminster.
Geographie
Geographische Lage
London erstreckt sich etwa 44,3 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 15 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war bis 1739 die einzige Brücke über den Fluss.
Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde.
Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich – östlich von Greenwich gelegen – wurde in den 1970er-Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen.
Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums in der Nähe des Trafalgar Square sind 51° 30′ nördlicher Breite und 0° 8′ westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium, das Royal Greenwich Observatory in Greenwich, wurde der Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit der Zeitzonen.
Geologie
Südostengland mit der Hauptstadt London, der am meisten begünstigte Teil der Hauptinsel, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den anderen Landesteilen. Die geologische Struktur wird durch die mesozonischen Sedimente bestimmt, die eine großzügig gegliederte Schichtstufenlandschaft entstehen ließen. Ihre Höhen ragen nirgends hoch auf, so dass der gesamte Raum die klimatischen Vorteile des Südostens genießt. Denn die Niederschläge sind geringer, und trotz größerer winterlicher Kälte ist der wärmere Sommer dem Ackerbau günstig, zumal die meisten Gesteine und die darüberliegenden glazialen Ablagerungen wesentlich bessere Böden ergeben als in den Gebirgsländern.
Wenngleich im Laufe der letzten Jahrhunderte der Ackerbau trotzdem immer wieder Rückschläge zeigte, so sind diese in der ökonomischen Struktur Großbritanniens und nicht in der Natur des Landes begründet. Der kontinentnahe Südosten galt von jeher als Schwergewicht des Inselreiches. Hier fassten die vom Festland kommenden Eroberer – Römer, Sachsen, Normannen – zuerst Fuß. Auch als mit der Entdeckung Amerikas und der Entwicklung der Überseeschifffahrt die Außenseiten der Insel infolge ihrer günstigeren Lage stärker belebt wurden, konnte sich das alte Kulturzentrum behaupten. London blieb das Tor zur Insel.
Stadtgliederung
London gliedert sich in 32 Stadtbezirke (London Boroughs) und die City of London.
- City of London
- City of Westminster
- Kensington and Chelsea
- Hammersmith and Fulham
- Wandsworth
- Lambeth
- Southwark
- Tower Hamlets
- Hackney
- Islington
- Camden
- Brent
- Ealing
- Hounslow
- Richmond
- Kingston
- Merton
- Sutton
- Croydon
- Bromley
- Lewisham
- Greenwich
- Bexley
- Havering
- Barking and Dagenham
- Redbridge
- Newham
- Waltham Forest
- Haringey
- Enfield
- Barnet
- Harrow
- Hillingdon
Klima
London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm, aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3 Grad Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9 Grad Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9 Grad Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 611 Millimeter. In den Monaten Oktober, November und Dezember gibt es den meisten Niederschlag mit durchschnittlich 57 Millimeter und der wenigste im Februar mit 36 Millimeter im Durchschnitt. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978 sind eine Seltenheit. Anfang Februar 2009 gab es das schlimmste Schneechaos seit 18 Jahren, als über 15 Zentimeter Neuschnee fielen. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.
LondonKlimadiagramm
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